
Hydrantenanlagen mit Steigleitungen nass
Steigleitungen „nass“ stehen unter stetigem Wasserdruck. Im Bedarfsfalle sind sie sofort einsatzbereit und damit zur Selbsthilfe geeignet.
Installation
Der Bau und Betrieb von Hydrantenanlagen im direkten Anschluss an Trinkwasserleitungen ist nach DIN 1988 Teil 6 geregelt. Da die Hydrantenanlage Trinkwasser führt, ist nach Trinkwasserverordnung an jeder Stelle der Hydrantenanlage Trinkwasserqualität sichern. Beim Anschluss und Betrieb darf die Hygiene des Trinkwassers nicht durch Verunreinigungen beeinträchtigt werden.
Trinkwasserleitungen und -verteilanlagen dürfen nicht durch Druckstösse und Druckabsenkungen beschädigt werden.
Die Wasserentnahme erfolgt über Wandhydranten.
Bauformen
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Standard (direkter Anschluss an eine Trinkwasserleitung ohne und mit automatischer Spüleinrichtung)
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mit Druckerhöhungsanlage
Einsatz dann, wenn am Schlauchanschlussventil des letzten Wandhydranten ein Wasserdruck von 3 bar nicht gewährleistet wird. Die Druckerhöhung wird erst bei Aktivierung der Ventilstation erhöht. -
mit Druckerhöhungsanlage und automatischer Spüleinrichtung
Einsatz dann, wenn am Schlauchanschlussventil des letzten Wandhydranten ein Wasserdruck von 3 bar nicht gewährleistet wird. Die Druckerhöhung wird erst bei Aktivierung der Ventilstation erhöht. Die Spüleinrichtung auf der letzten Ebene der Löschwasserleitung erneuert das im Rohrnetz befindliche Wasservolumen. -
mit einer Druckerhöhungsanlage und hygienischer Trennung vom Trinkwassernetz durch Vorlagebehälter
Einsatz dort, wo die notwendige Erneuerung des Wasservolumens nicht gewährleistet werden kann. Das Trinkwasser wird durch den offenen Vorlagebehälter vor Keimenhgeschützt. Die Druckerhöhung wird erst bei Aktivierung der Ventilstation erhöht. -
mit einer Druckerhöhungsanlage und einem Anschluss an ein Nichttrinkwassernetz
Das Löschwasser wird in ebenerdigen oder unterirdischen Behältern bevorratet. Die Druckerhöhungsanlage sorgt über eine Selbstansaugung (Ansteuerung über Grenztaster) für den erforderlichen Wasserdruck in der Anlage.
Prüfungen und Wartung
Sind Leitungen mit Wasser gefüllt und werden lange Zeit nicht durchflossen bzw. während ihrer Lebensdauer nur selten betrieben, besteht die Gefahr, daß das Wasser in den Leitungen hygienisch bedenklich wird und sich Bakterien (z.B. Legionellen) bilden. Dieser Erscheinung kann entgegengewirkt werden durch:
- regelmäßig benutzte Entnahmestellen am Ende der Feuerlöschleitung,
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die Entnahme von Trinkwasser unmittelbar vor der Feuerlösch- oder Brandschutzanlage oder
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Spüleinrichtungen oder Vorlagebehälter.
Nach DIN ist einmal wöchentlich ein 1,5 facher Wechsel des Trinkwasservolumens im Rohrnetz durch die Verbraucheranschlüsse vorzunehmen.
