
Schaumlöschanlagen
Die MARANG GmbH ist spezialisierter Errichter und Dienstleister für Schaumlöschanlagen.
Schaumlöschanlagen gehören zu den stationär installierten Löschanlagen.
Aufbau
Schaumlöschanlagen bestehen im wesentlichen aus Schaummittelvorrat, Wasserversorgung, Zumischeinrichtung und Schaumerzeuger.
Das Zumischen des Schaummittels zum Wasser erfolgt entweder in der Löschzentrale, die über entsprechende Leitungen mit den Schaumerzeugern verbunden sind, oder direkt am Schutzobjekt kurz vor den Schaumerzeugern. Hierbei werden Wasser und Schaummittel in getrennten Leitungen bis zur Zumischstelle geführt.
Die Ausbringung von Schaum erfolgt über Schaum-/Wasser-Düsen und -Sprinkler, über Schaumrohre und Schaumtöpfe (Schwerschaum) sowie Schaum-Wasser-Werfer.
Löschmittel
Löschschaum besteht aus den Komponenten Wasser, Schaummittel (Konzentrat) und Luft. Durch Mischung von Wasser und 3 bis 6 % Schaummittel entsteht zunächst eine flüssige Schaumlösung. Im Brandfall werden dann mit Hilfe von Luft eine Vielzahl löschtüchtiger Schaumblasen erzeugt.
Je nach Mischungsverhältnis und Konsistenz des Schaummittels unterscheidet man zwischen Leicht-, Mittel- und Schwerschaum.
Im Vergleich zur Flüssigphase nehmen Schwerschäume ein 1- bis 20faches Volumen, Mittelschäume ein 20- bis 200faches Volumen und Leichtschäume ein 200 bis 1000faches Volumen ein. Leichtschaumanlagen füllen den gesamten zu löschenden Raum aus. Mittel- und Schwerschaumanlagen decken das Brandgut ab und unterbinden die Sauerstoffzufuhr.
In Abhängigkeit vom Einsatzfall werden Proteinschaummittel, synthetische, wasserfilmbildende sowie alkoholbeständige Schaummittel genutzt.
Löschwirkung
Schäume sind leichter als Öl, Benzin oder Wasser und schwimmen deshalb auf flüssigen Oberflächen. Sie sind temperaturbeständig und legen sich über brennbare Flüssigkeiten. Dabei wird der Brandherd von der Sauerstoffzufuhr abgetrennt und die Entwicklung giftiger Brandgase unterdrückt; die Entstehung brennbarer und entzündlicher Gase wird erschwert.
Durch seine niedrige Oberflächenspannung kann Löschschaum zudem in die Oberflächen von Feststoffen eindringen und Brände begrenzen. Das Brandgut wird durch den Schaum abgekühlt und seine Oberfläche gegen Wärmeeinwirkung und Wiederentzündung geschützt.
Anwendungen
Schaumlöschanlagen sind zugelassen zur Bekämpfung von Bränden
fester und flüssiger Stoffe der Brandklassen A und B und eingeschränkt bei gasförmigen Stoffen der Brandklasse C.Einsatzgebiete sind u.a.
Erdölverarbeitende und chemische Industrie
Kraftstoff-, Treibstoff- und Gefahrstofflager
Tankschiffe
Flughafeneinrichtungen
Räume für brennbare Flüssigkeiten
Be- und Entladestationen von Tanklastwagen
Pipeline-Pumpstationen
Großgaragen
Hafenanlagen
